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Informationen zu den Orgeln
Basilika St. Anna

Der Aufschwung der Wallfahrt am Beginn des 20. Jahrhunderts -verbuden mit dem Bau einer Bahnlinie von Mühldorf über Altötting nach Burghausen- machte den Bau einer großen Wallfahrtskirche erforderlich. So entstand 1910-12 die St. Anna-Basilika, mit 83 Meter innerer Länge, 27,5 Meter Breite und 24 Meter Höhe die größte Kirche Altöttings.

Leider blieben Pläne, die turmlose Fassade um die zwei ursprünglich geplanten Türme (ähnlich der Basilika Ottobeuren) zu ergänzen, unausgeführt. Über 8 000 Menschen finden im Kirchenschiff und auf mehreren Emporen Platz. Initiator des Baues war der damalige Guardian von St. Konrad, Pater Josef Anton Keßler OFM Kap. Bis heute wird die Wallfahrt Altöttings neben den Gottesdiensten in der Heiligen Kapelle hauptsächlich von den Kapuzinerbrüdern in den Kirchen St. Magdalena, St. Konrad und St. Anna betreut.

Architekt Johannes Schott plante den Bau im Stil des Neobarock oder Historismus. Am 13. Oktober 1912 wurde die Kirche geweiht. 1913 erhob sie Papst Pius X. in den Rang einer päpstlichen Basilika. Im Äußeren und Inneren beeindruckt die Kirche vor allem durch ihre Größe und den insgesamt festlich wirkenden Raum.

 

Die Orgeln

Die Marienorgel wurde 1976 von Gerhard Schmid (Kaufbeuren) unter Verwendung wertvoller Register der ersten Basilikaorgel (Koulen, 1916) auf fünf Manualen mit 82 Registern (mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur) erbaut. 1998-2000 fand eine umfassende Überarbeitung der Orgel statt, bei der neben dem Einbau einer Setzeranlage und Nachintonation des Pfeifenwerks die Orgel um 5 Register erweitert wurde.

Die romantischen Register in Pedal und IV. Manual stehen auf erhöhtem Winddruck (von 90-180 mm), ebenso die Chamaden, die unter dem Rückpositiv hängend den Klang direkt ins Kirchenschiff abstrahlen (110 mm). Mit 86 Registern ist die Marienorgel eine der größten Orgeln Süddeutschlands; als Orgel mit rein mechanischer Spieltraktur (von fünf Manualen und Pedal sind acht Werke spielbar) gilt sie als eine der größten Europas. Die unzähligen Registriermöglichkeiten, die Farbigkeit, die vom Klangideal der Romantik und der Orgelbewegung geprägt ist und der imposante Klang des vollen Werks, getragen von der kathedralartigen Akustik der Basilika, erklären die Faszination dieser Orgel.

Der Prospekt, der sich in zwei Teilen (Brüstungswerk: Rückpositiv, Solowerk (Kleinpedal II), Chamaden und Großpedal (Principal 32´) und (alter) Hauptprospekt: Hauptwerk, Oberwerk, Schwellwerk, Kleinpedal I) über 15 Meter Höhe und zwei Emporen erstreckt, beherrscht die Ostwand der Kirche.

Die Chororgel (Prospektentwurf: P. Kosmas Wührer, OFM Kap.) wurde 1972 von Ludwig Wastlhuber (Mößling) als Instrument zur Begleitung kleinerer Gottesdienstgruppen an der Nordwand des Basilikachores gebaut. Der klare Klang der Orgel eignet sich besonders zur Wiedergabe von Orgelmusik des 17. und 18. Jahrhunderts, auch wenn die Orgel in Temperierung, Disposition und Mensuration nicht ´historisch´ nach heutiger Ansicht, sondern ein Kind der Orgelbewegung ist.

 

Disposition der Orgeln der St. Anna-Basilika, Altötting   
  
Chororgel (II/26)  
  
I. Man. (Hauptwerk)
Quintadena 16´
Principal
Spillpfeife
Octave
Kleingedackt
Scharfquinte 2 2/3´
Octave
Hohlschelle
Mixtur 6f. 1 1/3´
Trompete
  
II. Manual (Brustwerk) schwellbar
Holzgedackt
Spitzflöte
Principal
Rohrflöte
Prinzipal
Sifflöte 1 1/3´
Terzcymbel 4f. 2/3´
Holzkrummhorn
Tremulant  
  
Pedal
Principal 16´
Subbaß 16´
Octave
Gemshorn
Nachthorn
Biffaro 4´+2´
Hintersatz 5f. 2 2/3´
Bombarde 16´
 

2 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination, Normalkoppeln, Zungen ab, Tutti, Cymbelstern

Fotos

 

Marienorgel (V/86)
  
I. Man. (Rückpositiv)
Principal
Gedeckt
Weidenpfeife
Octav
Rohrflöte
Octav
Kleinpommer
Sifflöte 1 1/3´
Octav
Scharf 3f.
Cymbel 3f. 1/2´
Krummhorn
Tremulant
   
Bombardwerk (spielb. v. I) **)
Chamade 16´
Chamade
Chamade
II. Man. (Hauptwerk)
Principal 16´
Oktav
Holzflöte
Gemshorn
Großquinte 5 1/3´
Octav
Koppelflöte
Spitzquint 2 2/3´
Octav
Terz 1 3/5´
Mixtur 6f.
Scharfzimbel 3f. 2/3´
Trompete 16´
Trompete
Trompete
V-II, IV-II, III-II, I-II
III. Man. (Oberwerk) schwellbar
Nachthorn
Quintade
Spitzgamba
Nasat 5 1/3´
Principal
Schweizerpfeife
Terz 3 1/5´
Nasat 2 2/3´
Blockflöte
Terz 1 3/5´
Septime 8/7´
Octav
Non 8/9´
Undezime 8/11´
Tredezime 8/13´
Scharfmixtur 4f. 1 1/3´
Bärpfeife 16´
Vox humana
Tremulant
IV-III, V-III
IV. Man. (Schwellwerk der Koulen-Orgel von 1916)
Bourdon 16´
Principal
Konzertflöte
Salicional
Vox coelestis
Octav
Flaut major
Quint 2 2/3´
Piccolo
Terz 1 3/5´
Cornettmixtur 6f. 2 2/3´
Fagott 16´ (durchschl.)
Oboe
Klarinette
Cor anglais
Tremulant
V. Man. (Kleinpedal II/ Solowerk)
Rohrflöte
Pommer
Gemshorn
Mixtur 4f. 1 1/3´
Dulcian 16´
Trompete 8´ **)
Clairon
Kornett 5f. 8´ **)
Tremulant
Pedal
Principal 32´ (Großpedal, im Prospekt)
Subquinte 21 1/3´
Oktav 16´ (Großpedal)
Subbaß 16´ (übrige Register: Kleinpedal I)
Violon 16´ *)
Quintbaß 10 2/3´
Octavbaß
Cello 8´ *)
Großterz 6 2/5´
Octav
Rauschbaß 5f. 2 2/3´
Kontratuba 32´ (durchschl.) *)
Posaune 16´
Trompete
Trompete
V-P, IV-P, III-P, II-P, I-P

*) 1916 **) 1999/ 2000

Weitere Spielhilfen der Marienorgel:
5 freie Kombinationen, Tutti, Auslöser, O, Zungen ab/ 128-facher Setzer, Sequenzer (die Spielbarkeit der Chororgel von der Hauptorgel aus ist in Planung) beide Orgeln haben mechanische Spieltraktur und elektrische Registertraktur auf Schleifladen.

Fotos

 

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